Erdnuss-Suppe, yummy……Sopa de Maní!

Erdnusssuppe sopa de mani fixaufdentisch.de
Erdnusssuppe sopa de mani fixaufdentisch.de

Neulich entdeckte ich im Bioladen Conchiglioni. Den Namen kannte ich natürlich nicht, aber ich wusste, dass sie absolut in eine Erdnuss-Suppe (Sopa de Maní) gehören. Eine leckere bolivianische Suppe für abends oder mittags, sehr sättigend, traditionell serviert mit scharfer Soße (llajwa). Definitiv Comfort-Food! Also: gekauft und gekocht. Sie braucht ein bisschen Zeit, da die Erdnüsse gut eine Stunde köcheln müssen, da die Suppe sonst sehr schwer im Magen liegt. Dazu die Zeit für die Rinderbrühe – ca 2-3 Stunden sollte man einplanen.
Ich habe etwas rumprobiert und zudem auf boliviancookbooks ein Rezept gefunden, das dem das ich mag sehr nahe kommt. Allerdings hat jede Hausfrau ihr eigenes Rezept – so kommt etwa bei uns NIE Reis in diese Suppe. Sakrileg! Aber, wie gesagt: hier macht es jeder wie er es kennt.

Für 3-4 Portionen Suppe: 

ca. 300 Gramm rohe, ungeröstete Erdnüsse ohne Schale (etwa aus dem Asialaden), püriert ca. 2 große Kaffeepötte voll

1 Möhre

1 Handvoll Erbsen (TK)

1 Zwiebel

8 kleine Kartoffeln

ca 10-15 große Nudeln, am besten Conchiglioni rigati, wie im Originalrezept….

ca. 1500 ml Rinderbrühe bzw. ein großes Stück Suppenfleisch mit Knochen

Paprika oder pimentón (im Original: ají colorado), Salz, Pfeffer

10 Stängel Petersilie

Für die scharfe Soße:

1 große Tomate

1 frische Chili (im Original Locoto, den es in unserem Fall glücklicherweise im Laden für lateinamerikanische Lebensmittel gab. Wer das nicht bekommt – kein Problem, Chili funktioniert auch!)

etwas Öl, Salz, 2-3 Korianderstängel

So, jetzt gehts los: 

Suppenfleisch mit Wasser bedecken und in einem großen Topf zusammen mit etwas Salz gut 1 Stunde köcheln. Schaum etc. abnehmen. Zwiebel und Möhre kleinschneiden und hinzufügen.

Nach einer Stunde die Erdnüsse mit etwa 1/2 Tasse Wasser pürieren – man erhält eine sämige, schaumige vanillefarbene Masse. In die Brühe geben, umrühren und ca. 1 Stunde weiterköcheln.

Achtung: möglichst ohne Deckel köcheln und öfter umrühren, die Erdnuss-Suppe entwickelt eine Art rosa Schaum, der gerne überkocht…..

In der Zwischenzeit die scharfe Sauce vorbereiten: Tomate auf einer feinen Reibe reiben. Tomatensamen und -„Wasser“ dabei möglichst komplett entfernen. Sie erhalten eine leicht schaumige Tomatenflüssigkeit, die Schale der Tomate bleibt am Ende größtenteils übrig. Chili dazureiben. Die Tomatenflüssigkeit in einem schönen Serviertöpfchen mit Salz und einem Teelöffel geschmacklosem Öl vermischen, gehackte Korianderblättchen unterrühren. Da Koriander sehr geschmacksintensiv ist, zwischendurch öfter mal probieren. Fertig ist die scharfe Soße zur Suppe, in Bolivien genannt: Llajwa ([jachwa]).

Llajwa & Locoto
Llajwa & Locoto

Zurück zur Suppe: Nudeln in einer extra Pfanne in Öl anbraten und Farbe nehmen lassen. Herausnehmen, in die Suppe geben und gar kochen lassen.

Die anderen 4 Kartoffeln ebenfalls schälen und in Stifte schneiden. In der Pfanne in Öl frittieren und somit kleine, stiftartige Pommes produzieren. Herausnehmen, auf Küchenpapier abtropfen lassen und warm halten.

Petersilie hacken und beiseite stellen.

Suppe mit jeweils einigen Kartoffelstückchen und Nudeln servieren. Mit Pommes bestreuen und mit Petersilie verzieren. Fertig.

Erdnuss-Suppe ist ein ziemlich schweres Gericht, sie besteht eben hauptsächlich aus Nüssen…. daher macht sich ein schönes kaltes Bier sehr gut dazu. Leider waren alle so gierig darauf dass ich kein besseres Abschlussbild machen konnte…. eventuell reiche ich mal eines nach.

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