Arroz Chaufa / Arroz graneado – bolivianischer Reis

Arroz Chaufa fixaufdentisch.de
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Reis auf Bolivianisch ist kompliziert. Das liegt vielleicht daran, dass meine Kocherfahrungen im bolivianischen Hochland stattfanden und daher auf 3.800-4.200 Metern über dem Meeresspiegel. Da liegt irgendwie der Siedepunkt des Wassers schon anders (hier für den Versuchung einer wissenschaftlichen Erklärung) und vielleicht liegt´s auch anderen Reissorten – jedenfalls wird einfacher gekochter Reis so nichts. Er wurde einfach immer nur Pampe. Reis-Pampe. Will man ja nicht essen, oder? Für Nudeln gilt übrigens das Gleiche.

Also habe ich auf meine Schwiegermutter gehört und gelernt, den Reis zu rösten und DANN mit Wasser aufzugießen und garzukochen. Diese typische Beilage nennt man „arroz graneado“ (gerösteter Reis). Fragt mich nicht wo da der Unterschied ist zu normal gekochtem Reis, das hat wohl was mit Physik zu tun. Durch das Rösten bleibt der Reis jedenfalls in Form, wird NICHT zu Pampe und erhält zudem ein rauchiges Aroma.

In diesem Gericht heute wird diese typische Zubereitungsform kombiniert mit einem Crosscooking in Richtung China: Arroz Chaufa ist nämlich angeblich eine Adaptation der chinesischen Reispfanne auf bolivianisch. Typischerweise ist es ein veganes/vegetarisches Gericht, man es aber auch beliebig mit Fleischstückchen, Würstchenscheiben oder Speckwürfeln „fleischig“ machen.

Für 2 gute Portionen als Beilage benötigt man:

ca. 2 EL Sonnenblumenöl

1-1 1/2 Tassen Parboiled Reis

Gemüse nach Wahl, auf jeden Fall aber:

1 Zwiebel, klein gehackt

1/2 Möhren in winzigen Würfeln

1/2 TK-Erbsen

und dazu hatten wir noch optional:

1/2 Zucchini, klein gewürfelt

5 Champignons, in Scheiben

1/2 Paprika, klein gewürfelt

Fleischeinlage: 2 Würstchen, in dünnen Scheiben

1-2 Tassen Brühe

Und so gehts:

Nun: Öl in einer hitzebeständigen Pfanne oder Topf erhitzen, Reis hineingeben und unter Rühren ca. 5 Minuten anrösten. WICHTIG: die Farbe der Körner sollte ein helles Braun nicht übersteigen. Wird der Reis dunkler, erhält das Ganze ein etwas verbranntes Aroma.

Gemüse dazugeben, weiterrühren und solange rühren bis die Zwiebeln glasig sind. Mit Brühe auffüllen, sodass der Reis gerade so bedeckt ist. Deckel drauf, Feuer auf klein stellen und köcheln lassen.

Hier gilt: Darauf achten, dass der Reis wirklich auf KLEINER Flamme ausquillt, das ist so ähnlich wie bei Basmati oder einigen persischen Gerichten, bei denen nur ganz wenig Hitze zugeführt wird. Sollte das Ganze zu heiß werden, nochmal ganz wenig Brühe  nachfüllen. Nach ca. 10-15 Minuten kosten ob der Reis gar ist und ob alles Wasser/Brühe verdampft ist. Etwas abkühlen lassen – fertig.

Dazu, ganz klassisch bolivianisch: ein Spiegelei. Optional: ein Kotelett oder Lomo Montado.

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