Chuño Phuti – Trockenkartoffeln mit Ei und Käse

Bild dank: charitoperaza.blogspot.com
Bild dank: charitoperaza.blogspot.com

Chuño is etwas typisch Andines. Chuño ist eine Art Trockenkartoffel, wobei Chuño nur der Begriff ist, den alle Ausländer benutzen denn es gibt verschiedene Arten von Chuño – weissen, schwarzen, undsoweiter. Und alle haben ihre eigenen Namen. Über die Herstellung des Chuño gibts hier auf deutsch das Wichtigste zu lesen. Wie man Chuño selber herstellen kann, erfährt man ebenfalls im Netz. Scheint zumindest im Sommer leicht zu sein, denn man braucht eigentlich nur einen Gefrierschrank und Sonne, abwechselnd. Mein Chuño stammt jedoch aus einem lateinamerikanisch-iberischen Supermarkt in Berlin und kommt aus Peru.

Chuño (also die schwarze Trockenkartoffel) hat einen sehr eigenen Geschmack, da durch die Dehydrierung einige Stoffe der Kartoffel verschwinden, und der Geschmack nicht mehr kartoffelähnlich ist, sondern eher etwas bitterer, erdiger. Eigen, um es vorsichtig auszudrücken. Chuño gehört zu den typisch andinen Vorratsessen und ist vermutlich schon seit gut 2000 Jahren im Umlauf. Dieses Rezept hier kann demnach auch ruhig als „anzestral“ bezeichnet werden, denn die einzige europäische Zutat dürfte der Käse sein und der ist optional.
Wie für viele bolivianische Rezepte gibt es auch für Chuño Phuti viele Varianten und ich habe eine ausgesucht, die der entspricht, die ich am öftesten dort gegessen habe und die auch in der bolivianischen Familienseite so serviert wird.

Für 2 Portionen braucht man:
Ca. 10-15 Chuños
1 Ei
1 Tasse klein gewürfelten Fetakäse ( im original wird Queso Fresco verlangt, eine Art salziger weicher Käse, der meist in Strohdecken reift. Das am nächsten liegende im deutschen Supermarkt ist Feta, möglichst eine etwas weichere, cremige Variante)
Etwas Öl
Salz
Eine Messerspitze Kurkuma (Gelbwurz)

Den Chuño gut 1-2 Tage vor dem Essen einweichen. Wenn das Wasser dunkel wird, abgießen und neues nachfüllen. Dann abspülen. Aus dem harten Chuño ist nun eine deutlich größere, weichere, etwas gummiartige Sache geworden.
Der Chuño sollte eventuell noch geschält werden, das bedeutet dass man noch erkennbare Spuren der ursprünglichen Kartoffelschale mit dem Messer vorsichtig abtrennt.
Jetzt: 15 Minuten kochen. Haltet euch an diese Zeitangabe, denn Chuño ist vor dem Kochen und nach dem Kochen von gleicher Konsistenz. Man kann also nicht durch reinstechen feststellen ob er nun „gut“ ist. Entweder man weiß wie er schmecken soll oder man wartet stur die 15 Minuten ab.
Abgießen und in gut 1-2 Zentimeter große Stücke schneiden.

Jetzt: Öl in einer Pfanne erhitzen, Chuño hineingeben und ca 3-5 Minuten braten. salz und Kurkuma hinzugeben, verrühren. Das Ei dazuschlagen und rühren, sodass der Chuño mit Ei überzogen ist und eine leichte weiße Haut bekommt. Vom Feuer nehmen und den Käse unterrühren.

servieren! Chuño Phuti wird auch gerne als Beilage serviert, auf meinem Foto etwa zu dem typisch südbolivianischen Saice.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: