Halloumi selbst gemacht. Einfacher gehts nicht!

Queso Fresco fixaufdentisch.de
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Schon seit einiger Zeit interessiert mich das Thema Käse machen sehr. Nun ist es ja so: wir leben in einer Wohnung in der Stadt, selbst frische Milch vom Bauern ist schwer zu bekommen und einen Raum zum Käsen habe ich auch nicht. Aber: das sollte uns nicht davon abhalten, zumindest etwas Käse selber zu machen. Auch wenn es sicher kein Gouda oder Camembert ist, der da in meiner Wohnung entsteht. Was aber recht einfach geht, sind die Käse ohne Lab, die ausschließlich aus Milch und Zitrone / Essig gemacht werden und keine große Wartezeit beinhalten. Daraus entsteht einfacher Frischkäse, oder, länger abgetropft, eine Art Käse der als Halloumi oder indischer Rahmkäse bekannt ist. Ich brate ihn häufiger einfach in der Pfanne und spare mir teure Halloumi-Käufe im Supermarkt.

Was mich aber am meisten begeistert hat, ist dass es tatsächlich extrem einfach ist und super funktioniert. Man braucht nur einen großen Topf und ein Thermometer – ich nehme hier ein Zuckerthermometer bis 200 Grad. Außerdem braucht man ein feinmaschiges Tuch in dem der Käse abtropfen kann. Das kann eine Mullwindel sein, ein feines Leinentuch oder eben ein gekauftes Käsetuch (ist auch nichts anderes als das oben genannte). Und das wars schon! Jetzt 30 Minuten Milch erhitzen und rühren – dann noch mal, je nach Käsegrad, 1 Stunde bis 3 Stunden Wartezeit. Fertig!

Die bei der Käseherstellung entstehende Molke kann man übrigens auch für alles mögliche verwenden – das habe ich aber noch nicht getestet. Vielleicht lest ihr einfach mal hier rein, was damit alles möglich ist: „How to make paneer / queso fresco“.

Und so gehts! Aus 1 Liter Milch entsteht ein ca. faustgroßer Käse. 

1 Liter Vollmilch (Bio oder Normal)

1-2 EL Essig oder Zitronensaft

Salz, Chili, Kräuter nach Geschmack.

Küchenausstattung: Topf, Thermometer, Sieb, (Käse)Tuch.

Einen Topf mit der Milch langsam und unter Rühren auf ca. 75 Grad erhitzen. Dabei das Thermometer einhalten um nicht heißer zu gehen als  nötig.

Vom Feuer nehmen und einen halben Esslöffel Essig oder Zitronensaft einrühren. Langsam (!) weiterführen. Sollte noch nichts passieren, noch einen weiteren halben Esslöffel langsam und vorsichtig unterrühren.

Bei 1 – 1 1/2 Esslöffel sollte die Milch ausflocken – es trennt sich die Molke vom Käserohbestandteil, sozusagen. Ihr habt jetzt eine leicht trübe Flüssigkeit im Topf und dazwischen große Flocken eines weißen Zeugs. Das ist der Käse-Rohbaustein. Das Ganze lasst ihr nun ca. 20 Minuten stehen damit sich der Käse vollständig von der Molke trennt.

Jetzt das (Käse)Tuch in ein Sieb legen und die Molke dadurch abgießen. Solltet ihr sie weiter verwenden wollen, dann eben einen großen Topf oder Schale unter das Sieb stellen. Der Käse sammelt sich im Käsetuch. Wenn ihr möchtet, probiert jetzt eure Gewürze aus! Von Salz über Chili bis hin zu allen möglichen Kräutern kann man in den Käse an dieser Stelle alles einrühren was man mag.

Dann das Tuch aus dem Sieb nehmen, vorsichtig zusammendrehen bis der Käse schön fest im Tuch eingedreht ist, und das Ganze wieder ins Sieb zurücklegen. Mit etwas Schwerem bedecken (Stein, große Konservendose, Marmeladeglas…) und warten. Langsam aber sicher tropft jetzt die restliche Molke ab und der Käse wird jede Stunden fester. Ich gebe dem Ganzen meist 2-3 Stunden, dann ist der Käse schön fest.

Nun lagere ich ihn bis zur Nutzung im Kühlschrank. Viele Leute sagen, dass der Käse dort bis zu einer Woche hält – bei uns ist er nach 2 Tagen immer schon weg!

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