Plato Paceño: Mais, Käse, Kartoffeln!

Ein Klassiker aus La Paz hat mich schon immer fasziniert: Plato Paceño, eine Mischung aus Pellkartoffeln, Maiskolben und Queso Fresco (eine Art halloumiähnlichem Käse). Original gehören auch noch eine Art dicke Bohnen dazu, in der Schale gekocht. Mein Problem damit: dieses Essen lebt wirklich von den Zutaten, denn da hängt alles vom Geschmack der einzelnen Zutaten ab. Keine Sauce, die das Ganze irgendwie mit Gewürzen übertüncht, keine Beilagen.
Schlicht und ergreifend: vier einfache Zutaten, gekocht und so serviert wie sie aus dem Topf kommen. Ein fantastisches, super leckeres, einfaches Essen, das in der Zusammenstelleung bereits vor Ankunft der Spanier gegeben haben dürfte – minus den Käse. Viele Menschen geben mittlerweile auch ein dünnes gebratenes Stück Rindfleisch dazu. Kein Steak, sondern eher ein sehr sehr dünnes und kurz durchgebratenes Stück.

Plato Paceño wie er in La Paz aussieht.
Plato Paceño wie er in La Paz aussieht.

In der Einfachheit der Zutaten und der Zubereitung liegt auch genau die Schwierigkeit: diese Zutaten gibts hier in der Form nicht. Kartoffeln – gut, da kann man einfach die wählen die man mag. Wenn man beim Maiskolben einfach Zuckermais nimmt, ist es trotzdem noch sehr lecker, wie ich finde, auch wenn es nicht so schmeckt wie ein Choclo aus Bolivien, der farblich heller ist und geschmacklich nicht so intensiv. Bei den Bohnen habe ich mich davon verabschiedet, die hier so zu bekommen und lasse sie weg. Es scheint sich um Ackerbohnen zu handeln – die habe ich leider noch nirgendwo in der Schale erhalten können. Und beim Käse – da habe ich mich entschieden meinen selbst gemachten Käse zu nehemn, den man auch gut braten kann. Seit ich also ein Käserezept habe, kann ich auch einen halbwegs anständigen Plato Paceño machen.

Und weil ich das nun nach Jahren geschafft habe, werde ich es hier posten falls jemand auch mal ein einfaches, vegetarisches Gericht nachkochen möchte, das sehr lecker und sättigend ist. Dazu noch selbst gemachte Llajwa – sehr sehr lecker!

Man braucht pro Person:

1 Maiskolben (Zuckermais, ungekocht)

2-3 Kartoffeln einer festkochenden Sorte, die ihr mögt (im Original: rotschalige festkochende Sorte)

ein faustgroßes Stück selbst gemachten Queso Fresco (hier zeige ich, wie das geht) oder zur Not einen Halloumi

wer kann: eine Handvoll Ackerbohnen MIT Schale

wer mag: ein sehr dünnes (ca. 2-3 Mm dickes) , ca. handtellergroßes Stück Rindfleisch

Und obendrauf: Llajwa, selbst gemacht. Oder, in meinem Fall, Sarza, eine bolivainsiche „Salat“-Variante aus blättrig geschnittener Zwiebel, Tomaten und etwas Öl und Salz.

Die Zubereitung ist extrem einfach: Mais, Kartoffeln und, falls vorhanden, Ackerbohnen gar kochen. Auf einem Teller anrichten. Käse braten, ggbfs. auch das Fleisch, und dazulegen. Llajwa dazu – fertig.

Plato Paceño fixaufdentisch.de
Plato Paceño, meine Version! fixaufdentisch.de

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