Kürbis-Chili. Fantastisch und vegan! 

Kürbis-Chili fixaufdentisch.de
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Einer meiner neuen Chili-Favoriten: Kürbis-Chili. Unfassbar lecker, durch schwarze Belugalinsen bissig, durch getrocknete Chili rauchig und scharf – und der Kürbis gibt dem Ganzen eine leicht süßliche Note, zusammen mit frischem Mais. Schokolade ist natürlich auch dran. Obendrauf ein wenig Saure Sahne und Avocado – fertig ist der Traum vom Herbst. durch Chili auch angenehm bei Erkältungen, und wenn man die Saure Sahne am Ende nicht drauftut bleibts auch vegan.

Entstanden ist das Kürbischili nur deshalb weil ich kein Hackfleisch da hatte – aber eben Kürbis und Linsen. Um daraus ein Chili zu zaubern musste ich ziemlich viel suchen und fand nur sehr wenige Rezepte, die allesamt den Kürbis lange lange mitschmorten. Das mag ich nicht, denn dadurch sind die Kürbisstücke am Ende nur eine feuchte Masse. Deshalb werden sie bei mir nur kurz angebraten und dann am Ende noch 10 Minuten mutgeschmort – reicht völlig aus und lässt dem Kürbis noch etwas Biss. Der Mais ist optional, ich hatte welchen da und hab ihn reingetan. Wer ihn nicht mag oder nicht im Haus hat, kann ihn auch weglassen, das Ganze schmeckt auch ohne fantastisch!

Das mit der Schokolade hatte ich hier mal ausprobiert und muss sagen: Chili ohne Schokolade / Kakaopulver mache ich nicht mehr. Es ist einfach ZU lecker!

Mit Kürbis, Tomate und Chili ist das Ganze sogar sehr sehr mexikanisch, denn auch der Kürbis & die Tomate kommt ja original aus Amerika. Mit Kakao – noch viel mehr, und wenn dann auch noch Mais dazukommt, dann ist das Ganze sozusagen ein amerikanischer Klassiker.

In dieses Chili kommen mehrere Chili: 1 frische Chili (aus dem Supermarkt), 2 getrocknete Ancho-Chiles (hier eine fantastische Zusammenfassung zu Poblanos / Anchos) bei mir hier bei „Chili & Paprika“ gekauft, dazu noch 2 kleine getrocknete Birdseye-Chilis bzw. Chilis, die man ganz und getrocknet im (Asia-)Supermarkt erhält. ohne dass da mehr draufsteht als „Chili, getrocknet“. Sowohl die frische als auch die getrockneten Anchos nehme ich am Ende wieder raus, wenn man sie drinlässt beißt man eben doch drauf und das schmälert einfach das Zusammenspiel der einzelnen Aromen. Aber auch hier gilt: Chili ist nie gleich Chili. Manchmal wird das Chili mit meinen angegebenen Mengen richtig scharf, manchmal nur mäßig, manchmal nur ganz leicht. Probiert´s selber aus, nachschärfen kann man immer noch, entweder mit den Birdeye-Chilis oder mit Harissa-Pulver.

Und jetzt los! Etwas Zeit einplanen, denn das Chili köchelt gerne langsam vor sicher hin. eine Stunde braucht man daher schon, evt. sogar länger.

Und das braucht man:

ca. 250 Gr. Hokkaidokürbis

1-2 Handvoll schwarze Belugalinsen

ca. 200 ml Dosentomaten

1 TL Tomatenmark

1 frische Chili

2 Ancho-Chilis

2 kleine Chilis

1 kleine Knoblauchzehe

1/2 Zwiebel

1 TL Gemüsebrühe, getrocknet

Salz

1/2  – 1 TL Kakaopulver, dunkel

etwas Öl

Wahlweise: frischer Mais

Und so gehts:

Hokkaido in mundgerechte Stücke schneiden (mit Schale) und in etwas Olivenöl anbraten. Dann herausnehmen und beiseite stellen. Evt. ein wenig Öl nachgeben und die gewürfelte Zwiebel, die Chilis, Tomatenmark und den Knoblauch dazugeben. Alles kurz anbraten und dann mit Wasser ablöschen. Brühe unterrühren. Linsen hinzufügen und einmal kurz aufkochen.

Dann runterschalten und gut 1 Stunde ganz langsam köcheln lassen.

ACHTUNG: auf gar keinen Fall schon salzen! Die Linsen werden dann tatsächlich nicht gar, sondern bleiben bis zum Umfallen „kernig“.

Nach einer Stunde sollten die Linsen weich sein. Probieren!

Den Kürbis wieder hinzugeben und salzen. Den Teelöffel dunklen Kakao unterziehen. Jetzt nochmal ca. 10 – 15 Minuten langsam weiterköcheln, bis der Kürbis weich ist.

Falls Mais gewünscht ist: ebenfalls an dieser Stelle zugeben.

Probieren: ist das Chili genug scharf für euren Geschmack? Super! Wenn nicht, dann nachschärfen. Ich benutze in solchen Fällen meist etwas Harissapulver, das lässt sich gut dosieren und die Schärfe ist gleich spürbar.

Das wars schon! Jetzt auftun und mit etwas saurer Sahne und einem Stück Avocado servieren.

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