Sauerkraut selber machen! Warum nicht.

Sauerkraut selbst gemacht fixaufdentisch.de
Sauerkraut selbst gemacht fixaufdentisch.de

Wenn Weißkohl im Haus ist, dann ist davon ja meist was übrig, denn so ein Kohlkopf kann ganz schön groß sein, auch wenn man Krautsalat, dann anderen Krautsalat und Schichtkohl gemacht hat. Und wenn man Sauerkrautpfanne, Szegediner Gulasch und solche Dinge mag, dann kann man das auch haltbar machen, indem man sich einen Sauerkrauttopf zulegt.

Wenn man das mal googelt stellt man fest dass ziemlich viele Menschen Sauerkraut zuhause zu machen scheinen – allerdings haben die dann auch viel Platz und haben dann einen richtig großen Topf im Keller stehen.

Sauerkrauttopf Gärtopf fixaufdentisch
Sauerkrauttopf Gärtopf fixaufdentisch

Ich hab ne kleine Wohnung und auch keinen Keller, in den ich so einen Topf stellen möchte. Und ich will auch nicht den Sauerkrautgeruch in meiner Wohnung. Dank des Internets habe ich aber gelernt, dass man statt dieser tollen Töpfe auch ein Glas mit Deckel nehmen kann. Das ist super, damit kanns losgehen.

Sauerkraut im Glas
Sauerkraut im Glas

Ich hatte nicht mehr wirklich viel Kohl übrig, es war vielleicht ein Viertel Weißkohl. Schwierig, für diese kleine Menge ein Rezept zu finden, ich habe daher vorsichtig andere Rezepte runtergerechnet. Ein weiteres Problem, das mich fast abgeschreckt hätte: sehr viele Menschen die Sauerkraut zuhause machen, haben Probleme mit einem weißen Belag auf dem Kraut, das so genannte Kahm, Kam oder Cham (hier stellvertretend eine längere Diskussion aus Chefkoch.de). Ich hatte auch Sorgen, dass mir das Kraut schlecht wird, denn wenn man noch nie sowas selber gemacht hat, dann stellen sich doch Bedenken bezüglich der Essbarkeit ein. Ist das hygienisch? Bilden sich da Keime? Wie sich herausstellte, ist so eine weiße Schicht nichts Schlimmes, sondern oft ein Nebenprodukt der Gärung. Man macht es ab und damit ist gut – es bedeutet nicht dass man alles entsorgen muss.
Am Ende habe ich meine Ängste bezüglich Schimmel etc. so gelöst, dass ich das Glas sterilisiert habe, bevor ich das Kraut einfülle. Außerdem habe ich wirklich drauf geachtet dass da Flüssigkeit bis über das Kraut steht und habe zusätzlich noch mit einem passenden (abgekochten!) Stein das Ganze beschwert. Dann Deckel drauf.

Am Grunde des Glases hatte sich auch bei mir eine Art kleiner weißer Belag gebildet, ich habe daher die allerletzte Lage im Glas dringelassen. Zudem habe ich mein erstes Sauerkraut auch alleine gegessen um sicherzugehen dass ich da niemanden mit etwas füttere, das am Ende problematisch ist. Aber ansonsten? Leckeres Kraut, man konnte es roh aus dem Glas oder gekocht in diversen Gerichten sehr gut essen! Auf jeden Fall eine schöne Gelegenheit, den Kohl nicht zu entsorgen, sondern eben dann 2 Wochen später als fertiges Sauerkraut weiterzuessen.

Für 1/2 Glas Sauerkraut braucht man:

1 Viertel Kohl (vielleicht so 300 Gramm?)

1/2 kleinen Apfel, geschält

4-5 Pfefferkörner

ca. 5 Gr. Salz (man rechnet ca. 30 Gramm pro Kilo Kohl)

Und so gehts:

Kohl wirklich fein schneiden oder hobeln. Einige größere Blätter zurückbehalten.

Apfel schälen und sehr schmale Scheiben schneiden.

Den Kohl mit Salz in einer größeren Schüssel solange kneten bis Flüssigkeit austritt. Am Ende sollte soviel sein, dass das Kraut damit bedeckt ist. Ich fand das Kneten echt anstrengend und falls auch nach längerem Kneten weniger Flüssigkeit austritt, dann kann man das auch im Glas noch etwas mit Wasser auffüllen.

Der Fakt, dass die Flüssigkeit aber bis über das Kraut stehen soll, ist entscheidend damit das Sauerkraut  nicht verdirbt während der Gärung!

Nun das Kraut zusmamen mit den Apfelscheiben und den Pfefferkörnern in das Glas geben. Mit den beiseite gelegten Kohlblättern bedecken und diese wiederum mit dem Stein beschweren. Wie ihr auf den Fotos seht war bei mir das Kraut komplett mit Flüssigkeit bedeckt und der Stein schaute ein bisschen darauf vor.

Deckel zu und für mindestens 10 Tage dunkel und kühl stellen (Abstellkammer, bei mir war es der Küchenschrank…). Immer mal nachschauen wie das Kraut aussieht und riecht. Schimmel? Starke Gerüche? Dann wegwerfen. Ist es nur der oben beschriebene leichte weiße Belag, dann abmachen und wieder wegstellen. Nach 10 Tagen habe ich das Kraut probiert und es war lecker aber noch sehr kohl-artig.

Nach 14 Tagen war es super lecker und kam ins Szegediner Gulasch. Da kocht es dann eh noch etwas mit und war umwerfend!

 

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