Kirschgrütze mit Sago / Tapioka. Eigentlich ganz einfach!

Kirschgrütze mit Sago / Tapioka fixaufdentisch.de
Kirschgrütze mit Sago / Tapioka fixaufdentisch.de

Wie es zur Kirschgrütze mit Sago / Tapioka kam? So: Seit einigen Monaten wohnt ein recht altmodisches Kochbuch bei mir: „Wir haben einfach gekocht!: 100 Erinnerungen an Lieblingsrezepte„. Ein fantastisches Buch in dem Senioren aus ganz Deutschland Rezepte vorstellen. Ich kann das Ganze von der Idee her absolut empfehlen, es ist schön gemacht, super schön aufbereitet und wunderbar zu lesen.

Allerdings weist es einige kleinere Probleme auf – zB dass die Angaben zum Nachkochen manchmal etwas lückenhaft sind. So wie Oma das eben aus dem Bauch heraus und der Fülle ihrer Erfahrungen eben so kocht. Aber im Zuge dieses Buches wollte ich endlich mal versuchen, Rote Grütze selber zu machen. Ich bin – vermutlich aufgrund der schwierigen Rezeptbeschreibung – gescheitert. Aber seitdem stand ein Paket Tapioka aus dem Reformhaus in meiner Küche herum. Sinn- und nutzlos. Das muss ja nicht sein! Und da sich noch ein halbes Restglas Sauerkirschen dazu gesellt hatte, kamn mir der Geistesblitz jetzt beides zu Kirschgrütze zu verarbeiten. Und siehe da – die Kochanleitung auf der Tapiokapackung erwies sich als sehr viel sinnvoller als das Kochbuch. Heraus kam, in kurzer Zeit, eine sehr leckere Kirschgrütze, die nur Sauerkirschen, -saft, Tapioka und etwas Zucker brauchte.

Tapioka (englisch: Tapioca), oder auch Sago, ist das mit dem man Rote Grütze macht. Hergestellt aus der Maniokwurzel (auch als Kassava, Yucca oder Tapioka bekannt), ist es auch das was man in den letzten Jahren als „Bubble Tea“ zu sich nehmen konnte. Tapioka sind kleine Kügelchen, die beim langsamen Kochen aufquellen, durchsichtig und weich werden und am Ende diese grützenartige Konsistenz herstellen. Beim Bubble Tea sind die Perlen entsprchend größer und nicht ganz durchsichtig.

Bubble Tea

Es gibt diese Kügelchen in unterschiedlichen Größen und das war vermutlich auch das Problem meiner ersten Versuche damit. Jede Größe hat unterschiedliche Garzeiten und verschiedene Rezepte im Netz verlangen meist nach SEHR spezifischen Tapioka-Arten. Vielleicht ist es einfach schlauer sich durchzulesen was die Packung zuhause für Garzeiten verlangt. Hab ich diesmal gemacht – und siehe da, leckere Kirschgrütze kam heraus!

Klar, man könnte das hier auch mit jedem anderen Obst machen, also probierts aus. Egal ob Kirschen, Beeren, vielleicht auch ganz anderes Obst mit dem jeweils dazu gehörigen Saft – man könnte das mal versuchen!

Für 2 Portionen braucht man:

ca 25 Gramm kleine Tapiokaperlen (hier: „Tapioka“ aus dem Reformhaus, Kügelchen ca. 1-2 mm Durchmesser)

250 Ml Kirschsaft

Zucker nach Belieben

Kirschen nach Belieben (bei mir ca. 4-5 Esslöffel Sauerkirschen)

Und so gehts:

Kirschsaft aufkochen, Tapioka einrühren.

Nochmal aufkochen, auf kleine Hitze schalten so dass es nur noch leicht köchelt.

30 Minuten auf der Hitze halten, immer wieder umrühren.

Tapioka ist gerade in den ersten 10 Minuten  recht klebrig, wenn er aufquillt und pappt leicht am Boden an. Daher ein Auge darauf haben und immer wieder rühren.

Fertig ist die Grütze wenn die Tapioka komplett aufgelöst ist und sich eine grützenartige Konsistenz ergeben hat. Es dürfen KEINE weißen Pünktchen mehr sichtbar sein!

Tapioka quillt nach und ist daher am nächsten Tag noch etwas fester!

Am Ende der Garzeit Kirschen unterrühren und nach Belieben noch süßen. Fertig!

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