Gemüsereste, die man nicht wegwerfen braucht.

Gemüse ist lecker, klar. Aber warum werfen wir soviel von den Gemüsen am Ende weg? Und ich meine nicht weil wir zuviel gekauft haben. Sondern weil wir vom Brokkoli und Blumenkohl nur die Röschen wollen, vom Kohlrabi das Grünzeug gleich im Supermarkt lassen „für die Kaninchen“ oder Gemüsereste wie Kartoffel- und Zwiebelschalen, Salat- oder Möhrenenden in den – im besten Fall – Biomüll werfen.

Ganz ehrlich – das ist unnötig. Man kann aus den allermeisten Gemüseresten, egal welcher Art, noch was leckeres machen. Das ist für uns recht ungewohnt, denn wir sind es doch sehr gewohnt, sondern eben nur die Teile die wir kennen oder die das Rezept verlangt. Tipp: sucht mal im Internet nach der Resteverwertung für das betreffende Gemüse! Wer gerne liest und blättert, dem sei das schöne Kochbuch: „Restlos!“ ans Herz gelegt, das auch über einen größeren Bereich für Gemüsereste verfügt.

Ich habe hier einige Sachen zusammen getragen die ich in den letzten 12 Monaten ausprobiert habe. Alle sinnvoll, alle lecker, alle funktionieren.

Gemüsereste wegwerfen? Nee – lasst sie einfach nachwachsen!

DIY ist ja das ganz große Ding im Internet, schon seit einiger Zeit. Upcycling etc. gehören fast zum guten Ton. Für mich war es sehr überraschend, dass man das sozusagen auch mit Gemüse machen kann. Ich hab´s ausprobiert und muss sagen: funktioniert! Wie hier beschrieben, gibt es diverse Gemüse, die man einfach auf dem Fensterbrett nachwachsen lassen kann. Mein eigenes Experiment betraf Lauchzwiebel und Salat – Gemüse die ich hin und wieder kaufe, aber von denen es immer viel zu viel gibt. Ein BUND Lauchzwiebel, ein GROSSER Kopfsalat – was soll man daraus bitte kochen, für 1-2 Personen? Wenn ich das weghabe, hebe ich mir lieber 1-2 Zwiebeln oder den Salatstrunk auf und stelle sie in einen Eierbecher oder ein kleines Glas. Mit etwas Wasser und Sonne wachsen sie nach und das über Wochen. Einfach immer mal wieder abschneiden und verwenden – und wieder wächst es. Absolut fantastisch!

Einen Avocadobaum muss ich mir eher nicht heranzüchten, und Möhren auf dem Balkon mache ich auch nicht. Aber wer weiß – vielleicht ist das ja für andere Menschen etwas.

Gemüsereste übrig? Einfrieren hilft.

Man weiß es – ich friere alles ein. Hier bei den Gemüseresten gilt: handelt es sich um Reste, die man nach dem Einfrieren noch richtig kochen möchte? Oder sind es eher so Sachen wie Zwiebelschalen, Petersilienstrünke und Möhrenenden?

Bei Fall 1 gilt: Gemüse, das man einfach nicht schnell verbrauchen kann oder will, oder man hat günstig ne größere Menge gekauft – einfrieren. Gerne schon in Scheiben oder Stücken, denn die wenigstens Gemüse kann man auftauen und weiterverwerten, sondern man sollte sie noch gefroren verwenden. Also Zuckerschoten, Bohnen, Champignonscheiben…. all das kann man getrost auch mundgerecht zerschnitten einfrieren und dann direkt in die Sauce, Suppe, Pfanne geben.

Bei Fall 2 gilt: Gemüsereste die man nicht verwerten kann? Sowas wie Zwiebelschalen, Möhrenenden, etc.? Super – kann man auch einfrieren und in einer Gefrierdose sammeln bis man mehrere Handvoll zusammen hat. Dann kann man daraus wunderbare Gemüsebrühen herstellen!

Gemüseteile übrig? Die kann man doch sicher auch essen!

Mein erster Kontakt mit dieser Art des Kochens war der Brokkolistrunk. Ohne es darauf anzulegen, stellte ich fest, dass man daraus zB eine wunderbare Brokkolisuppe kochen kann. Unfassbar für mich zu dem Zeitpunkt. Ich hatte das Ding jahrelang schlicht entsorgt. Es war der Beginn einer wunderbaren Freundschaft….und seitdem habe ich vieles entdeckt.

  1. ZB dass man aus den meisten Strünken noch Suppen machen kann: Brokkoli und Blumenkohl sind hier die bekanntesten. Oder man gibt die Strünke klein geschnitten in Pfannengerichten oder Saucen.
  2. Salat wird als Gemüse in einer Pfanne gebraten oder in eine Reistorte eingebacken.
  3. Kohlrabiblätter werden zu Kohlrabipesto oder gekocht wie ein Blattgemüse, zB in einer Brotpfanne. Überhaupt kann man sehr viele Blattreste noch zu Pesto verarbeiten oder einfach so verkochen.
Kohlrabiblätter in der Brotpfanne fixaufdentisch.de
Kohlrabiblätter in der Brotpfanne fixaufdentisch.de

Mit all diesen Möglichkeiten ist es langsam soweit gekommen, dass nur noch sehr wenige Gemüsereste wirklich im Müll landen. Warum auch, denn aus so vielem kann man noch etwas leckeres Neues machen!

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

%d Bloggern gefällt das: