Lateinamerikanisch einkaufen in Berlin

Llajwa fixaufdentisch.de
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Viele der Zutaten, die ich für die lateinamerikanische Küche, oder speziell die bolivianische Küche brauche, mache ich mittlerweile selbst. Dazu gehört das Anbauen von Quirkinha und Koriander oder das Selbermachen von Käse. Samen für Chilis und Kräuter aller Art, darunter auch Quirkinha (Porophyllum ruderale, deutsch: Quillquina oder „bolivianischer Koriander“), erhält man online etwa bei: Rühlemanns oder beim Templiner Kräutergarten). Viel Spaß beim Anbau! Aber: lateinamerikanisch einkaufen in Berlin?

Andere Dinge mache ich nicht selber oder kann es auch gar nicht. Rezepte für Trockenfleisch (Charque) beginnen zB meistens so: „Nehmen Sie mehrere Kilo Fleisch…“, das kann ich leider nicht. Und die Höhensonne der Anden kann ich auch nicht bieten. Also muss ich das dann doch kaufen. Wo besorge ich also Trockenkartoffel (Chuño), verschiedene Maissorten oder Chilis, z.B. die typisch bolivianische Locoto? Was ist mit Trockenfleisch (Charque)? Meine Quellen sind hauptsächlich diese beiden Läden:

Chili und Paprika. Ein winzig kleiner Laden in der Voigtstraße im Berliner Friedrichshain, der aber dadurch besticht, dass er unglaublich viele Sachen tatsächlich da hat. Falls man sie nicht sieht – einfach den Besitzer fragen, manchmal zaubert er es dann aus einem Tiefkühler hervor. Sei es Locoto, verschiedenste mexikanische Chilis, Tortillas bis zum Umkippen in allen Größen, Dosen mit „Refried Beans“, hin und wieder Queso Fresco – der Laden bietet sehr sehr vieles. Es lohnt sich sogar, den Laden anzurufen und mal nachzufragen – ganz häufig gibt es nicht alles jederzeit, sondern eben immer mal wieder oder auf Bestellung. Egal ob frische Käsesorten oder frische Maistortillas – „Chili & Paprika“ überrascht immer wieder.

Wer es groß angehen will, ist bei der „Spanischen Quelle“ gut bedient. Organisiert nach Ländern bietet der Laden neben seinem eigentlichen Geschäft, den spanischen Produkten, auch eine relativ große Auswahl lateinamerikanischer Produkte, darunter auch Weine. Ob Trockenkartoffeln, verschiedene Maissorten in getrockneter Form, Vorgekochtes in Dosen für den Neuling oder den mit wenig Zeit, alles da. Eventuell etwas schwieriger wird die Verständigung, nicht alle Mitarbeiter sprechen soviel Deutsch, dass man Fragen besprechen könnte. Zu finden in der Markgrafenstraße in Berlin, leider ist die Website immer noch im Demo-Modus.

Eine weitere Quelle für viele Zutaten ist tatsächlich – der gute alte Asia-Markt. Im Asialaden findet man rohe Erdnüsse (geschält oder ungeschält) etwa für die Erdnuss-Suppe oder die Huancaina-Sauce, frische Yuca / Maniok, Süßkartoffeln, Kochbananen (zu benutzen etwas hier hier oder hier), dazu auch Yuca-Mehl (maniok flour), etwa für diese Yuca-Käse-Bällchen. Dass man so viele Zutaten hier findet liegt daran, dass nach Kolumbus viele Pflanzen entweder von Asien nach Amerika oder umgekehrt „wanderten“ und nun in beiden Küchen beheimatet sind. Also einfach mal reinschauen und vorher vielleicht etwas googeln ob die gesuchten Zutaten evt unter englischem Namen anders heißen und dann im Asiamarkt angeboten werden!

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