Vorratshaltung, Kochbücher & andere Gadgets!

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Wichtig, wirklich wichtig, ist für mich die Resteverwertung und Vorratshaltung. Weshalb ich erstens vieles so kaufe, dass man mehrmals davon kochen kann, zweitens die meisten Reste einfriere und drittens diverse Kochbücher besitze, die Reste zum Thema haben (s.u. für Titel).

Also, Regel Nr. 1:

1. Man kann fast alles einfrieren. Egal ob Kokosmilch, Apfelmus, Pesto, Gemüse, gekochte Nudeln oder gehackte Kräuter – Reste werden eingefroren. Leider ist unser Gefrierfach recht klein, aber das hilft dann eher dabei, dass die Dinge da drin nicht verkommen. Denn man muss einfach hin und wieder was rausnehmen um was Neues reinmachen zu können. Man braucht also keine riesige TK-Truhe, ein kleines, dem Kühlschrank eingebautes Fach tut genauso gut.

Ich friere seit einigen Jahren wirklich sehr viel ein und verbrauche so Reste, die man sonst wegwerfen würde. Meistens schneide ich die Dinge, die ich verbrauchen möchte, bereits in kochfähige Größen wie etwa Ringe oder Würfel und gebe diese dann in TK-Beutel oder Dosen. Ein echter Klassiker dabei ist der Brotwürfel geworden, weshalb es hier unter der Suchanfrage „Brot“ immer wieder neue Rezepte für Resteverwertung mit Brot gibt. Aber auch Saucenreste, Nudel- und Reisreste, kleine Fleischreste u.ä. werden eingefroren und in neuen Gerichten mitverkocht.

Tiefkühl-Reste.

Häufig wird daraus einfach eine Zugabe zu ähnlichem Essen, es endet aber auch als Miniportion wenn man mal krank ist oder nur einer von uns essen möchte. Frisch eingefrorene Zutaten wie etwa Gemüsewürfel oder -ringe kommen direkt in die Pfanne oder den Topf. Anderes wird aufgetaut wie etwa Brühe oder Kokosmilch und erst dann verwertet.

Ihr fragt euch, was man alles einfrieren kann? Ich frage bei Zweifeln häufig das Internet, vorzugsweise das Forum „Resteverwertung“ bei Chefkoch.de . Bislang kann ich sagen: man kann ALLES einfrieren. Außer Kartoffeln, damit habe ich schlechte Erfahrungen. Ansonsten: einfach mal los! Besser als wegschmeißen ist es allemal. Falls es wirklich nichts wird, dann kann man es nach dem Auftauen immer noch entsorgen!

2. Töpfe, Pfannen  etc.? Meine Idee, mal einen Topf anzuschaffen in dem man ein ganzes Huhn kochen kann (ohne dass man es reinstopfen muss) war wirklich GUT. So was kann ich nur weiterempfehlen. Egal ob für Hühnersuppe oder Quittengelee – muss hin und wieder sein. Mein Topf ist ca. 50 Zentimeter hoch, der Durchmesser dürfte so ca. 30 Zentimeter betragen.

Ansonsten koche ich hauptsächlich mit ganz normalen Töpfen und Pfannen, die ich nicht nach Marke, sondern nach Funktionalität aussuche.

3. Wie bereits erwähnt – zum Kochen bleibt bei uns meist nicht soviel Zeit. Außerdem soll es saisonal sein, wenn möglich, und natürlich möglichst günstig. Ich kann nicht jeden Abend noch schnell einkaufen, weil das Rezept z.B. Kokosraspeln verlangt. Wäre auch finanzieller Selbstmord. Daher brauche ich vor allem folgende Küchengeräte:

  •  NIE WIEDER könnte ich ohne Pürierstab und die Küchenmaschine leben. Einmal „BSSSSS“ und schon ist die Suppe/Trinkjoghurt/Bananenmilch fertig. Außerdem: Dinge Schreddern ist von Vorteil: ob harter Käse, Mandeln oder Haferflocken – funktioniert immer. Herrlich. Und es erspart mir manchen teuren Einkauf.
  • Geschreddert habe ich damit schon: Mandeln und andere Nüsse zu Mehl. Haferflocken zu Haferflockenmehl. Sehr harten Restkäse zu Käseschnitzelchen für Aufläufe. Es lohnt sich, denn damit kann man entweder Notlösungen improvisieren wenn eine Zutat fehlt bzw. Reste verwerten, die man sonst echt entsorgen würde. Das muss ja nicht sein, wenn das Essen noch gut ist!
  • Übrigens ist meine Maschine nicht mega teuer – sie hat mich knapp 30 € gekostet und läuft und läuft und läuft…. ich brauch keinen Thermomix oder hunderte von Euro für etwas, was auch anders läuft.

4. Gewisse Dinge sollten einfach immer vor Ort sein. Dazu gehört ein wohlsortiertes Arsenal an Gewürzen, frische Kräuter im Töpfchen und eine Grundausstattung von Lagerwaren wie Nudel- und Reissorten, einige Konserven, Sahne und verschiedene Öle. Das habe ich immer da  und kaufe auch ständig nach. Das führt dazu, dass ich in jeder Situation etwa ein Curry aus Resten zaubern kann. Für schnelle Rezepte sind auch immer 1-2 Currypasten im Glas vorhanden, sei es indisch oder thailändisch. Auf der anderen Seite stehen sicher 40 Gewürze in Gläsern und Tütchen, die ich einfach da habe – von Kümmel und Harissa bis zu Kardamomkapseln, Zimtstangen und selbst gemachter Vanilleessenz. Sie kosten nicht die Welt und machen aus vielen Reste-Kochereien etwas Spezielles.

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6. Und hier meine universelle Masseinheit: die zugelaufene Tasse. Keine Ahnung woher sie kommt, aber sie wohnt seit mehr als 10 Jahren bei uns und gilt als universelle Masseinheit in der Küche. Sie entspricht etwa 200 ml Flüssigkeit, gilt aber auch als Salatsossenmischer, für Feststoffe wie Mehl oder Zucker und zum Giessen der Küchenkräuter!

Die Maßtasse.

Und Kochbücher? Klar! Aussuchen tue ich sie häufig danach, ob sie sinnvoll sind – etwa zum Thema Resteverwertung. Oder nach von uns favorisierten Kochrichtungen wie etwa Indisch. Oder nach Zubereitungsarten wie etwa Quiche, die ich liebe oder nach Schnelligkeit. Stelle ich fest, dass ich Kochbücher über längere Zeit gar nicht verwende, verkaufe ich sie übrigens weiter. Es gibt einfach nicht genug Platz für eine Million Kochbücher, von denen man dann 90% nicht benutzt.

Einige, die ich aber sehr häufig benutze sind:

Brot backen – blitzschnell Verschiedenste salzige und süße Brote, die in knapp einer Stunde fertig sind. Super, und vor allem: größtenteils ohne Hefe, meinen alten Feind!

Quiches & Tartes
– mittlerweile vergriffen, weil es nämlich so super gut ist. Wer Quiche liebt, sollte dieses Buch mal anschauen!

Zum Thema Resteverwertung empfehle ich einerseits „Restlos!: Clever kochen mit Resten“ – ein wirklich schlaues Buch mit vielen super Ideen wie man etwa Gemüseteile oder übrig Gebliebenes komplett verwerten kann. Klasse!

In eine ähnliche Kerbe schlägt Kochen (fast) ohne Geld: 70 Genießerrezepte. Wie Sie günstig kochen, ohne am Geschmack zu sparen. Der Autor, selbst Koch, zeigt hier ganz alte, aber häufig komplett vergessene Tricks aus Essen das Meiste herauszuholen. Ein ganz großartiges Buch!

Ansonsten bemühe ich auch gerne mein altes Kochbuch von der Ur-Ur-Oma: Praktisches Kochbuch für die gewöhnliche und feinere Küche: Mit besonderer Berucksichtigung der Anfangerinnen und angehenden Hausfrauen von Frau Davidis.
Dieses Buch ist nun seit fast hundert Jahren in Familienbesitz. Jetzt wohnt es, restauriert, bei mir und gibt immer noch Tipps und Anregungen zum Thema „wirtschaftlich kochen“, „über das Schmücken der Tafel“ und zur Auswahl des frischesten Geflügels: „Pusten Sie in die Brustfedern des Huhnes, heben sich diese ist das Tier frisch. Liegen sie grünlich an und riechen, sollten Sie das Tier nicht kaufen“. Danke, Frau Davidis!

Habe ich Fragen zur bolivianischen Küche, konsultiere ich mein sehr pragmatisches bolivianisches Kochbuch von Aida Aguirre Viuda de Achá. Schlicht und simpel, kaum Fotos, dafür pragmatische kurze Kochanleitungen. Klasse!

 

 

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